Atemübung zwei

 

Eine sehr schöne Atemübung, die man zu Beginn der Meditation – aber auch jederzeit im Alltag – durchführen kann, ist eine Form der Wechselatmung. Diese Atemtechnik wird häufig als ausgleichend und regenerierend empfunden, d.h. es ist möglich durch sie – natürlich abhängig von Häufigkeit und Dauer des Praktizierens – ruhiger zu werden, wenn man aufgebracht ist oder an Energie zu gewinnen, wenn man sich müde fühlt.

Probiere es doch einfach mal aus:
Setze Dich aufrecht hin, schließe die Augen und lege Mittel- und Zeigefinger Deiner (z.B.) rechten Hand in die Handinnenfläche. Nun verschließe mit dem Daumen Dein rechtes Nasenloch und atme durch das linke Nasenloch ein. Halte Deinen Atem für einen Moment. Verschließe nun das linke Nasenloch mit dem Ringfinger und atme durch das rechte Nasenloch aus. Versuche das Ausatmen etwas länger zu gestalten als das Einatmen. Atme nach einer kleinen Pause durch das rechte Nasenloch wieder ein, während der Ringfinger weiterhin das linke Nasenloch verschlossen hält. Halte den Atem wieder einen Moment an, verschließe dann mit dem Daumen das rechte Nasenloch und atme über das linke Nasenloch aus. Auf diese Weise kannst Du einige Zeit fortfahren.

Hinweis: In bekannten Yogatraditionen wird diese Atmung als Nida Shodana bezeichnet und folgt strengeren Abläufen, insbesondere im Hinblick auf die Dauer des Einatmens, Anhaltens und Ausatmens. Ich habe mir erlaubt, die ausgleichende Wechselatmung an dieser Stelle etwas reduzierter vorzustellen. Möge jede und jeder den eigenen Rhythmus finden.